Missbrauch:Statement der Gemeindeleitung

Vor knapp drei Jahren wurden seitens des Bistum Aachens Namen von verurteilten und mutmaßlichen Missbrauchstätern veröffentlicht. Unter ihnen wurde auch Josef Kicken, ehemals Pfarrer in St. Martinus / Richterich genannt.
Gemeinsam mit vielen Gemeindemitgliedern haben wir hier vor unserer Kirche eine (An-) Klagemauer aufgebaut und jede/jeden eingeladen, die eigenen Gedanken, Sorgen, Bitten zum Thema Missbrauch dort zu platzieren.
Der Artikel am vergangenen Montag in der Aachener Zeitung zeigt, die Geschichte des Missbrauchs in unserer Kirche holt uns erneut ein.
Es ist nicht neu, aber immer wieder ein Anlass, um uns als Leitung der Pfarrei deutlich zu positionieren: Wir stehen auf der Seite der Betroffenen und es muss ihnen die Unterstützung zuteilwerden, die sie brauchen.
Wir sind betroffen und entsetzt zu hören, was Schutzbefohlene in der Amtszeit von Pfr. Kicken in unserer Gemeinde aushalten mussten, wie perfide vorgegangen wurde und wie Vertrauen von Kindern und Erwachsenen missbraucht worden ist.
Vielleicht wäre Betroffenen damals viel Leid erspart geblieben, wenn andere für sie ihre Stimme erhoben hätten. Heute möchten wir einander stärken, wachsam zu sein, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, wenn die Würde von Menschen verletzt und die Chancen auf eine gesunde Entwicklung gemindert oder gar zerstört werden.
Wenn Sie selbst betroffen sind, dann finden Sie Hilfsangebote auf der Webseite des Bistums. Auch unsere Büros können Ihnen die Angebote vermitteln.
Wenn Sie ein Gespräch suchen, vielleicht nicht aus unmittelbare Betroffenheit, sondern weil Sie Ihr Entsetzen, Ihre Traurigkeit oder Ihre Wut loswerden wollen, dann wenden Sie sich an die Büros. Hier wird der Kontakt zu Gesprächspartner/innen hergestellt.
Schon heute möchten wir darauf hinweisen, dass die Gremien im Pastoralen Raum für weitere Aktionen und Angebote sorgen werden.