Patrozinium

Mit dem ersten Patrozinium der Heiligen Maria Magdalena der zusammengeführten Gemeinden am 22. Juli stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat das Patrozinium in einer Pfarrei oder auch für mich als Mitglied einer Gemeinde? Lange wurde zum Patrozinium der Namenspatron gefeiert, dem die Kirche geweiht wurde, oft verbunden mit Kirchweihfesten, der Kirmes oder aber auch mit Jahrmärkten. Die dieser Kirche zugehörigen Gemeindemitglieder sahen im Namenspatron einen Beistand, an dem sie ihren Glauben orientieren konnten. Diese Rolle verblasst zunehmend aus vielen Gründen, vielleicht auch, weil die Vielfalt der Heiligen eine große Bandbreite an Orientierungsmöglichkeiten erlaubt.
Mit der Zusammenführung von sechs Gemeinden ergab sich die Frage einer gemeinsamen Orientierung für die Pfarrei. Die Mitglieder entschieden sich für den Beistand der Heiligen Maria Magdalena.
Sie stand der Gemeinschaft der Jünger oder auch Jüngerinnen nahe und ist somit Zeugin aus der Zeit Jesu. Von ihr erfuhren die Jünger, dass Jesus erschienen ist und lebt. Das Leben der Heiligen Maria Magdalena war geprägt vom Wandel. Für den Wandel der eigenständigen Kirchengemeinden zu einer Partnerschaft in der Pfarrei haben wir uns für den Beistand der Heiligen Maria Magdalena entschieden. So erbitten wir beim Patrozinium im Gebet den Beistand der Heiligen Maria Magdalena in einer vom Wandel geprägten Zeit, nicht nur für die Pfarrei, sondern auch für alle Menschen.
Peter Bücker